Posts mit dem Label Münzen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Münzen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 15. September 2011

Die neuen Münzen 2012 (Lunar Drache, Kookaburra, Känguru, ...)

Lunar Drache Silber 1kg
Lunar Drache Silber Nahaufnahme
Seit einigen Tagen sind die neuen 2012er-Serien der australischen Münzprägestätte bestellbar, unter anderem die beliebte Lunar Serie sowie Kookaburra, Kanguru und Koala 2012. Viele haben das noch nicht mitbekommen, darum schreibe ich diesen kleinen Blogpost. Die gängigen Münzhändler haben diese großteils schon vorrätig, allerdings ist der Preis beim Lunar Drache sowohl bei 1 Unze Silber als auch bei 1 Oz Gold exorbitant teuer, da diese Münzen nur in begrenzter Anzahl geprägt werden und das Motiv vor allem bei den Chinesen sehr beliebt ist. Ich gehe davon aus, dass der Sammleraufschlag nach dem ersten Hype und mit steigendem Metallwert wieder etwas nachlässt aber langfristig eher steigt. Die anderen Größen sind dagegen nahe am Bullionpreis erhältlich. Wie erwartet ist zumindest der Drache ein sehr gelungenes Motiv und besticht auch durch hochwertige Prägekunst. Die Gold-Ausgabe unterscheidet sich stark vom Silber. Weitere Bilder gibts auf der Internetseite des Herstellers.
Beim bekannten Münchner Händler ist aufgrund der kaputten französischen Banken und den Gerüchten zur Währungsreform seit einigen Wochen wieder etwas mehr Ansturm, allerdings sind die Wartezeiten erträglich und keine Lieferengpässe bekannt. Kleiner Tipp: Am besten untersucht man die Münzen vor Mitnahme auf Beschädigungen an der Kapsel und an der Prägung (kommt leider häufig vor) und verpackt sie dann mit Frischhaltefolie. So verkratzt bei Transport und Lagerung nichts.
Von der Kanadischen Mint gibt es jetzt übrigens wieder ein neues Motiv namens "Mounted Police" aus der besonders reinen 99999-Gold-Serie mit 200$ Nennwert, kostet aber rund 30€ mehr als gängige Goldmünzen. 
Größenvergleich

Montag, 23. Mai 2011

Gefälschte Krügerrands im Test

Ein "Krugerrand" aus billigem Blech
Nachdem ich bereits "Barren" unter die Lupe genommen habe, folgt nun der Teil 2: Krügerrands vom gleichen australischen Lieferanten für rund 7€ pro Stück inkl. Versand. Die Lieferung hat etwa 5 Wochen gedauert und ging problemlos durch den Zoll. Geliefert wird mit Kapsel im dünnen Luftpolsterumschlag. Mir als Münzkenner fällt beim Auspacken als erstes auf, dass die Farbe viel goldgelber ist als beim Original-Krügerrand. Das kommt vermutlich von einer Vergoldung oder einem Messingüberzug. Eigentlich müsste die Münze eher rötlich aussehen, weil es sich beim offiziellen Variante nicht um reines Gold handelt. Auf der Fälschung spiegelt man sich leicht, was eher untypisch ist, allerdings gibt es durchaus Krügerrands, die vom Hersteller als Spiegelglanzvariante herausgegeben werden. Dass es sich um eine Fälschung handelt, sollte spätestens beim Sehen der Einprägung "copy" offensichtlich werden, doch auch andere Feinheiten unterscheiden sich vom Original: die Münze ist sehr viel dicker, das Gewicht weit unter 33,9 Gramm. Der Durchmesser stimmt allerdings mit dem Original überein. Beim genauen Hinsehen merkt man, dass die Prägung ein kompletter Eigenentwurf ist und mit dem Original nur grob übereinstimmt.
Ein Klick auf die Bilder vergrößert diese:


Montag, 25. April 2011

Sind verkratzte und angelaufene Münzen weniger wert?

Hier muss man unterscheiden zwischen Bullion-Münzen, Kurantmünzen und Sammlermünzen.

Zu den Bullion-Münzen gehören z.B.
  • Krügerrand
  • American Eagle
  • Maple-Leaf
  • Philharmoniker

Diese sind speziell für Edelmetall-Geldanleger gemacht. Dort geht es in der Regel nicht ums Aussehen, sondern um den Metallehalt. Außerdem werden größere Mengen dieser Münzen in stabiler und luftdichter Verpackung geliefert, sodass nichts passieren kann. Übrigens: Je reiner das Edelmetall, umso leichter zerkratzen die Münzen. Daher enthalten Krügerrand und Gold-Eagle noch etwas Kupferzusatz, der ihn widerstandsfähiger macht. Dennoch können hier bei älteren Münzen Kratzer auftreten, was in der Regel völlig normal ist. Händler wie Anlagegold24 verkaufen fast nur neue, prägefrische Münzen. Aber auch die anderen Bullionmünzen werden meist zum gleichen Preis gehandelt, egal ob mit kleinen Makeln oder nicht. Schlimmstenfalls ist mit wenigen Cent Abschlag zu rechnen (z.B. 5€ pro Unze Gold und 30 Cent pro Unze Silber). Hier lohnt sich ein Preisvergleich, falls man seine Münzen verkaufen möchte. Käufer sollten allerdings auf starke Beschädigungen achten! Diese können ein Hinweis auf Abschabung kleiner Metallmengen oder Manipulation des Kerns sein. Sie sind dann möglicherweise nicht mehr so viel Wert. Eine Fein-Waage kann hier Abhilfe schaffen, ist aber nicht ganz sicher. Am besten solche Münzen gar nicht erst kaufen.

Kurantmünzen sind Münzen, deren Materialwert höher als das ist, was drauf steht. Also in der Regel ehemalige Zahlungsmittel aus vergangenen Zeiten. Das wären dann:
  • Dukaten
  • Reichsmark
  • Kaiserreich-Mark 
  • Schweizer Franken "Vreneli"

Diese sind so gut wie immer zerkratzt, weil sie Jahrzehnte in Benutzung waren. Gold behält seine Farbe über Jahrhunderte, doch Silber kann über die Zeit auch anlaufen, das ist allerdings ein Zeichen für die Echtheit! Silber läuft je nach Lagerung mit der Zeit schwarz an, bei Lagerung in minderwertigen Kunststofftaschen (mit weichmachern) klebrig-grün, im alten Holzschrank sogar wunderschön blau-violett schimmernd. Bis auf die grünen sollte das alles kein Problem darstellen. Blitzblank polierte historische Münzen sind schon fast unnatürlich, doch Aussehen ist Geschmackssache. Sollten die blanken Münzen echt sein, besteht auch hier kein Grund zur Sorge. Dubiose Händler finden sich aber immer wieder. Meist sind die Fälschungen von Silbermünzen kleiner oder dicker als das Original. Manche historischen Münzen wie Dukaten oder Florin werden sogar heute immernoch mit dem Datum von damals geprägt - glänzende Exemplare sind also keine Seltenheit. Ganz selten tritt auf Gold eine Art Flugrost auf. Das ist kein Grund zur ernsten Sorge, doch der Rost kann den Wert beeinträchtigen.

Sammlermünzen aus Australien wie
  • Kookaburra
  • Lunar-Serie
werden teilweise sogar vor Korrosion geschützt, indem sie bei der Herstellung mit einem Kunststofflack versiegelt wurden. Eine Luftdichte Kapsel soll diese zusätzliche Schützen. Die Kapseln sind nicht immer sehr hochwertig, dementsprechend können schon werksseitig kleinere Makel auf dem Plastik vorhanden sein - die sind unbedenklich, denn die Münze ist dann trotzdem noch gut erhalten. Seit einigen jahren passen die Münzen auch nicht mehr 100% genau in die Kapsel und klappern beim Schütteln ein wenig. Nur fehlende Originalkapseln sind fragwürdig und können Sammler stören. Ebenso sollte man diese Münzen nie aus der Verkapselung herausnehmen. Besonders übel genommen werden bei Sammlermünzen Beschädigungen und angelaufene Oberflächen und führen zu starkem Wertverlust. Größere, schwerere Münzen aus der australischen Kookaburra- und Lunarserie (10 Unzen & Kilogramm) sind übrigens in einem anderen Verfahren hergestellt als die kleinen, wodurch manchmal unschöne Ränder-Riffelungen entstehen können. Diese sind auch nicht gerne gesehen und möglicherweise ein paar Euro Abschlag bringen. Zum Metallwert wird man die Ware aber immer los, wenn man die Münzen nicht gerade einem Goldankäufer um die Ecke verkauft, der einen über den Tisch zieht.

Infografik: Wert der 10€-Münzen seit ihrer Einführung *Update*

Seit Oktober 2010 haben die Sondermünzen mehr Materialwert als Nominalwert.

Was ist eine 10-Euro-Münze heute wert? Die Berechnung des Silberwerts geht so: Aktueller Silber-Unzenpreis in € / 31,1g * Feingewicht
Bei Prägungen bis Ende 2010 wäre der Wert heute also: 33,72€ / 31,1g * 16,65g = 18,05€. 
Da Bullionmünzen aufgrund Herstellungskosten, Steuer und Händlergewinn erst ab 38€ zu haben sind, könnte man auch sagen, der Marktwert eines 10-Euro-Silberlings wäre etwa 20€.

Update: Nach dem Silbercrash sind es "nur noch" etwa 14€. Dennoch lernt man hier einige Grundsätze des Investierens: Ein Bullenmarkt ist erstmal nicht zu stoppen, auch wenn es vorübergehend mal runter geht. Es braucht aber viel Geduld, wenn man von Anfang an dabei sein möchte. Die größten Gewinne entstehen aber immer erst später, wenn die Mehrheit der Leute die Anlageklasse entdeckt. Je näher man an das Ende des Bullenmarktes kommt, umso stärker schwanken die Preise. In einigen Monaten erwarte ich sogar zweistellige Prozente beim Tagesgewinn. 

Mittwoch, 13. April 2011

10-Euro-Münzen ab sofort aus wertlosem Blech

Der Charme der beliebten 10€-Münzen fließt dahin.
Kommende Ausgaben bestehen nur noch aus
billigem Neusilber. Alte Ausgaben dagegen haben
je nach Jahrgang noch 9 bis 15€ reinen Silberwert.
Die Gerüchte haben sich mal wieder bewahrheitet. In der heutigen Pressemeldung des Finanzministeriums wurde offiziell die 10-Euro-Münze in ihrer bisherigen Form abgeschafft. Demnach werden bestehende Bestände eingeschmolzen und in Kupfer-Nickel neu geprägt. Die 10-Euro-Silbermünzen gibt es 2011 zwar weiterhin, doch für die Spiegelglanz-Variante werden 15€+Silberzuschlag verlangt. Dadurch wird der Kauf obsolet, denn eine Preissicherung besteht nun nicht mehr. Einzige Alternative sind also echte Silber-Bullionmünzen, die ohnehin einen höheren Reinheitsgrad (99,9%) im Gegensatz zu den 10-Euro-Münzen haben und daher zukunftssicherer sind.

Samstag, 5. März 2011

Messebericht: Numismata München 2011

Am 05.03.2011 fand im Münchner M’O’C‘ Messezentrum die Münchener Numismata statt - eine Münzmesse, die hauptsächlich auf Sammler internationaler Münzen und Geldscheine abzielt, aber auch für Edelmetall-Investoren interessant waren. Im Angebote waren nämlich auch Gold- und Silber-Bullionmünzen, sofern man sich nicht von den derzeitig außerordentlich hohen Metallpreisen abschrecken lies. 


Gleich Morgens zur Eröffnung um 9.30 UIhr war reger Andrang in der Eingangshalle wie auch schon an den Ständen. Manche Leute waren mit Koffern und Taschen voller Scheine unterwegs. Das könnten allerdings auch die Schwarzhändler gewesen sein, die abseits der offiziellen Bereiche ein kleines Geschäft machen wollten. Nach einigen Minuten Anstehen erhielt ich dann meine Eintrittskarte für 6€.Dafür bekam man auch etwas geboten. Die Händler zahlen ebenso Gebühren – etwa 150 bis 1000€, je nach Stand-Art. 

Von den Bullionhändlern waren unter anderem vor Ort: Münzen Müller, Emporium Hamburg, Pro Aurum (Numismatik), Best Coins und Künker. Nicht alle hatten direkt einsehbare Preisauszeichnungen. Bei all dem Trubel war es entsprechend schwierig, die besten Angebote auszumachen. Gerade die begehrten chinesischen und australischen Sammlermünzen musste man erst mühsam suchen. Ich persönlich war an diesem Tag allerdings auf nichts besonderes eingestellt, darum kann ich keine Geheimtipps auflisten.

Preislich lagen die meisten Angebote knapp über den zur Zeit billigsten Internet-Händlern, was unter anderem an den Standgebühren liegen könnte, über die manche Händler erbost waren. Echte Schnäppchen waren rar, aber möglich. Einige Preisbeispiele:
Silber Philharmoniker 28,7€ bei Emporium Hamburg
Lunar II Hase 1075€ bei Emporium Hamburg
Silber Eagle 19€ bei Best-Coins 
Maple Leaf 19,05€ bei Münzen Müller
20SFR Vreneli 204€ bei Münzen Müller
1KG Kookaburra 2009 960€ bei Best-Coins
1KG Kookaburra 2011 930€ bei Emporium Hamburg
¼ Kangaroo 2011 288€ bei Emporium Hamburg
½ Kangaroo 2011 560€ bei Emporium Hamburg 
Krügerrand 2011  1076€ bei ProAurum
Krügerrand 1974 1050€ bei kleinem Händler
Mit der Eintrittskarte konnte man kostenlos Estland-Eurocents abgreifen.

Die Vorräte waren nicht bei allen Händlern ausreichend dimensioniert, die sind teilweise sogar bei Standard-Bullions auf dem trockenen gesessen. Außergewöhnliche Barren und Münzen waren ohnehin schnell ausverkauft. Bezüglich der Knappheit verweise ich auf das Interview mit der Bullion-Abteilung von Emporium Hamburg, wo die aktuelle Lage nochmal genauer dargestellt wird. Münzen Müller kontert, es sei alles eine Frage des Aufschlags.

Bei der Abwicklung der Käufe ging es in der Ölsardinen-Halle recht indiskret zu. Ich selbst fühle mich in München sicher und hatte noch keine Probleme.

Impressionen (klicken zum vergrößern)

Stand von Emporium Hamburg
 


G. Makowski Best-Coins



Künker

 


 Münzen Müller



ProAurum Numismatik  



Münze Österreich




Sonstiges

Reichhaltiges Angebot an Scheinen
Die beliebten 100-Trillion-Dollar-Scheine aus Simbabwe - 10 Stück für 9€
Illegale Kofferhändler. Bündel Zimbabwe für 200€ VHB
Euro Kursmünzensätze aller Länder
Das Durchschnittsalter der Besucher lag schätzungsweise bei 50 Jahren. 

Es war also definitiv ein gelungener Tag, an dem verschiedenste Nationen aufeinander trafen, um ihrer Leidenschaft nachzugehen. Sonntag gehts mit der Numismata weiter, diesmal ohne mich. Bei Fragen oder Hinweisen zur Münzmesse könnt ihr auch Kommentare hinterlassen. Hochauflösende Bilder gibt es auf Anfrage.

Gruß, euer Sören von Hohenberg

Uwe Fraust (Emporium Hamburg) über Silberknappheit und mehr

Uwe Fraust
Anlässlich der Numismata in München habe ich Uwe Fraust, Leiter im Bullionhandel bei Emporium Hamburg zu einem kleinen Interview heranziehen können. Er betreut seit 2,5 Jahren die Kunden des Onlineshops sowie vor Ort speziell im Bereich Edelmetall-Geldanlage.






Investment-Trends: Herr Fraust, Edelmetalle sind zur Zeit wieder in aller Munde, wie man an dem Andrang sehen kann. Doch was wird denn mehr gekauft, Gold oder Silber? Eventuell auch andere Metalle?
Fraust: Unsere Kunden investieren momentan etwa zu 60% in Silber und 40% in Gold. Es ist letztlich eine Frage des Geldes und des eigenes Portfolios. Zu den anderen Metalle kann ich keine Aussage machen, da wir diese nicht anbieten.

Investment-Trends: Es gehen Gerüchte um, dass insbesondere Silber Maples und Eagles nicht mehr so leicht erhältlich sind.
Fraust: Ja, es gibt bereits Engpässe. Maple Leaf sind nicht mehr zu bekommen, wir haben beim Großhandel gerade noch die letzten paar tausend Stücke erhalten. Silver Eagles gibt es derzeit noch genug. Nach dem Wochende kann es schon wieder anders aussehen.

Investment-Trends: Wie sieht es mit den australischen Münzen aus? Möchten die Kunden einfach nur Geld anlegen oder zielen sie auch auf Sammlermünzen ab?
Fraust: Im australischen Bereich gehen die Kilos sehr gut, da dort die Prägekosten auf die Unze gerechnet wesentlich geringer sind. Die Ein-Unzer sind etwas weniger gefragt, da sie eher auf Sammler abzielen. Am meisten werden aber immernoch Standard-Münzen wie Philharmoniker, Maple & Eagle nachgefragt.

Investment-Trends: Wenn ein Kunde keine konkrete Vorstellung hat, was er kaufen könnte, bekommt er bei ihnen eine individuelle Beratung? Was empfehlen Sie denen?
Fraust: Ich gebe durchaus Empfehlungen ab, da viele Kunden fragen, wie sie ihr Portfolio ausrichten sollen, zum Beispiel das Gold-Silber-Verhältnis oder welche Stückelung zu wählen ist. Die Empfehlung richtet sich natürlich auch danach, wieviel der Kunde ausgeben möchte. Für 500€ würde man natürlich wesentlich mehr Silber als Gold erhalten. Das wird individuell abgestimmt.

Investment-Trends: Mit welchen Fragen und  Problemen kommen die Kunden sonst noch auf Sie zu?
Fraust: Sie möchten oft wissen, was die klassischen Anlagemünzen sind. Die Kunden lesen viel im Internet, z.B. auf Goldseiten. Dadurch sind 99% der Kunden sind schon informiert und haben eine klare Vorstellung, sind sich aber nicht so ganz sicher, ob sie lieber Kilomünzen oder kleinere Einheiten nehmen sollen. Da muss man natürlich eine passende Lösung finden.

Investment-Trends: Wenn ein Kunde irgendwann aus der Edelmetall-Anlage wieder aussteigen möchte, nehmen Sie die Münzen auch wieder zurück? Muss man mit Abschlägen rechnen, wenn man keine kompletten Tubes abliefert?
Fraust:Wir kaufen Münzen auch wieder zurück. Es gibt keine Abschläge, solange die Münzen in einem einwandfreien Zustand sind.

Investment-Trends: Gab es in diesem Zusammenhang auch schon Probleme mit Fälschungen?
Fraust: Nein, wir arbeiten mit gängigen Prüfverfahren sowie aus unserer Erfahrung heraus. Dementsprechend gibt es bei uns damit keine Probleme.

Investment-Trends: Abgesehen von Messeauftritten, wie gewinnen Sie sonst noch Neukunden?
Fraust: Viele Kunden finden über unseren Onlineshop "silber-werte.de" zu uns. Außerdem läuft noch viel über Empfehlungen, gerade in Hamburg. Da führt natürlich dazu, dass man auch genug zu tun hat.  

Investment-Trends: Wie sorgen Sie dafür, dass die Ware beim Kunden auch ordentlich ankommt? Arbeiten die Versanddienstleister zuverlässig?
Fraust: Die ware wird sehr gut eingepackt. Dafür haben wir eine eigene Logistikabteilung. Wir schlagen z.B. die Kilomünzen zusätzlich in Folie ein, damit sie nicht zerkratzen. Bei überschreiten gewisser Mengen liefern wir in den Originalverpackungen der Prägestätten. DHL ist nach meiner Einschätzung ein recht unzuverlässiger Dienstleister. 

Investment-Trends: Vielen Dank für das Interview. 

Dienstag, 15. Februar 2011

First Majestic 1kg-Silberbarren wieder lieferbar

Die bekannte Silbermine 'First Majestic' produziert in eigenem Namen Bullion-Münzen und Barren. Im November wurde allerdings angekündigt, den geprägten und sandgestrahlten Silber-Kilobarren nicht mehr herzustellen. Kurz darauf war er auch ausverkauft.


Seit kurzem ist auf der Bestellseite allerdings ''back by popular demand" zu lesen. Scheinbar war der Unmut so groß, dass die aufwändige Herstellung nun wieder fortgeführt wird.

Die Bestellung ist auf 3 Stück der schönen Barren limitiert, Versand nach Deutschland beginnt bei 60 Dollar für den ersten, jeder weitere kostet nochmal eine niedrige zweistellige Zahl extra. Zusätzlich ist mit 19% Mehrwertsteuer plus Zollkosten zu rechnen.

Freitag, 11. Februar 2011

Aktuelle Lage der 10 Euro Silbermünzen 2011 *update*

Am 3. Februar erschien offiziell die Neue 10-Euro-Münze "200. Geburtstag Franz Liszt" bei den Filialen der Deutschen Bundesbank. Wie immer folgen wenige Tage später auch Münzhändler und Geschäftsbanken, die von der Bundesbank reichlich beliefert werden. Auch am Montag darauf war die Ausgabe bei der Bundesbank München auf 5 Münzen pro Person beschränkt. Gut, wer an diesem Tag rechtzeitig bei Proaurum in München war. Unabhängig von einem herkömmlichen Kauf konnte man 250€ in 25 der beliebten 10-Euro-Münzen tauschen, die seit diesem Jahr nur noch 10 Gramm statt wie bisher 16,6 Gramm Silber enthalten. Es lagen im Schalter des Münzhändlers rund eine Stunde nach Ladenöffnung noch etwa 20 Rollen sichtbar herum. Vermutlich wurde nicht viel mehr zum Originalpreis verschleuert, denn im Onlineshop werden die selben Münzen etwa 30% teurer angeboten. Prägestätte war diesmal Karlsruhe. Es sind auffällig wenig Kratzer auf den Münzen zu erkennen, was wohl am matten Motiv liegt - oder an der neuen stabileren Legierung. Dafür waren alle Rollen vor Ort grausig schlecht gerollt, siehe Bild. Anlagegold24 hat diesmal übrigens nur für Newsletterkunden je eine Rolle zum Originalpreis weitergegeben. Mit dem richtigen Link kommt man auch anders zum Angebot. Die Geschäftsbanken habe ich noch nicht geprüft, doch ich vermute, die Lage ist dort immernoch ähnlich wie Ende 2010 - nämlich recht knapp. Das hat auch damit zu tun, dass in einem Rundschreiben der Bundesbank offiziell von Silbermünzen die Rede war, was viele Banker gar nicht wussten, und die Münzen nun für sich selbst beanspruchen.

Fazit: Mit dem gelungenen Motiv kann man auch diesmal nichts verkehrt machen, wenn man eine solide Bargeldreserve halten möchte, denn der Silberwert liegt trotz Reduzierung immernoch bei rund 7 Euro. Die niedrige Reinheit und schwere Verfügbarkeit macht es aber nicht lohnenswert, en masse nach den Münzen zu jagen. Einfach die mitnehmen, denen man sowieso über den Weg läuft bei den Banken und Händlern in der Nähe.

Update 1: Gerüchteweise gab es bereits am Dienstag keine Mitnahmegrenze mehr bei ProAurum und am Freitag keine mehr bei der Bundesbank. 
Update 2: Anlagegold24 hat neue Bestände für den Verkauf freigegeben.
Update 3: Am Schalter der Volksbanken war diesmal mehr zu bekommen. Zitat der Kassiererin: "Die neuen Münzen sind irgendwie nicht so beliebt..."
Update 4: Nach neuesten Insider-Berichten wurde die Herstellung der kommenden 10€ Münzen für Mai gestoppt. Grund ist der stark gestiegene Silberpreis, der nun schon rund 8,70€ an den aktuellen Zehnern ausmacht. Eventuell wird die Auslieferung der bestehenden Silberlinge vorverschoben oder sogar komplett abgesagt. Dann würden die Bestände vernichtet und mit wertlosem Blech ("Magnimat") neu geprägt, wie bereits bei einer DM-Sonderausgabe geschehen. Die Bundesbank würde dann auch keine Rückläufer mehr herausgeben. (Stand 24. März 2011)
Update5: Silberwert der aktuellen 10-Euro Münzen (2011) liegt nun bei 9,30€. Damit ist das Ende quasi bereits besiegelt, denn die Prägekosten sind auch nicht umsonst. Die alten 10-Euros (bis 2010) haben übrigens schon einen inneren Wert von 15,40€ (Stand: 11. April 2011)