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Donnerstag, 1. September 2011

Griechenland kurz vor der Wiedereinführung der Drachme?

GR: Landwirtschaft soll ausgebaut werden
Die Zeichen, die auf eine offizielle Staatspleite Griechenlands deuten, verdichten sich. Nachdem die Anleihenrefinanzierung am Kapitalmarkt nun bereits die 50%-Marke annähert, die Anleihen allgemein kaum noch nachgefragt werden und letztlich sogar Notkredite aktiviert wurden, tauchen neue Hinweise auf, dass eine Rückkehr zur Drachme früher oder später fest eingeplant ist. Demnach will die Griechische Regierung 300.000 Hektar landwirtschaftlich bisher ungenutzte Flächen, die derzeit in kommunalem Besitz sind, quasi zum Nulltarif an Bauern (und die es werden wollen) verpachten. Das deutet sehr stark auf eine neue nationale Währung hin, die so schwach werden könnte, dass Importe von Lebensmitteln kaum noch möglich sind. Was in dem Fall mit dem Euro passieren wird, steht noch in den Sternen, denn die Schulden Griechenlands sind irgendwo als Guthaben verbucht und müssten gestrichen werden. Ist die Euro-Illusion erst einmal an einem Musterbeispiel zerbrochen, könnten andere Länder durch das Misstrauen der Anleger auch in den Bankrott getrieben werden, sodass auch Rettungspakete keine Aufschiebende Wirkung mehr haben. Es bleibt für den Sparer nur die Flucht in Gold und andere nachhaltige Wertanlagen wie Wald. Von der EU hochsubventionierte Agrarunternehmen, die auch börsengehandelt sind (Nestlè, Tonkens Agrar, KTG, ...), wären in einer Zeit des Umbruchs, wo staatlicher Zwang unvorhersehbar ist, eher nachteilig - vor allem, wenn die Aktienkurse sowieso in den Keller rauschen, weil sie sich nach Vermögensverlust und Kreditklemmen keiner mehr leisten kann. 

Mittwoch, 22. Juni 2011

Der etwas andere "Euro-Exit" der Griechen - Alles muss raus

Am freien Kapitalmarkt lägen die Finanzierungs-
kosten für 2jährige griechische Staatsanleihen
derzeit bei horrenden 28% Zins.
Schon seit einigen Wochen ist bekannt, dass die Bürger Griechenlands wieder vermehrt Bargeldabhebungen vornehmen, sodass teilweise sogar große Bankfilialen auf dem Trockenen saßen. Kürzlich wurde ich von einem Informanten darauf hingewiesen, dass in einer deutschen KFZ- Zulassungsstelle "mit Griechen die Hölle los" sei. Offenbar riechen die in Deutschland lebenden Griechen den Braten, da sie über Beziehungen in die Heimat die wahren aussichtslosen Zustände kennen und versuchen daher, ihr ganzes restliches Euro-Geld auszugeben, solange es noch etwas dafür gibt. Es hat sich wohl herumgesprochen, dass Kredite keine Lösung sind und das System zum Scheitern verurteilt ist. Besonders seitdem bekannt ist, dass viele Griechen Steuerboykott begehen und Einsparungsempfehlungen ignoriert werden, wird der Staat kaum jemals wieder auf eigene Beine kommen. Wenn dann auch noch mittels Zeitungsannoncen der Euro schöngeredet wird, kann es mit dessen Untergang nicht mehr weit sein. Durch ihre Entscheidung, Euros nicht mehr als Wertaufbewahrungsmittel einsetzen zu wollen, antizipieren die Bürger die notwendigen Maßnahmen, die die Regierung zum eigenen Machterhalt um jeden Preis verhindern will - aus dem Euro-Verbund endlich auszusteigen und die Gemeinschaftswährung in den Tod zu schicken. Leider erkennen viele nicht die Chance, die diese Situation für Goldanleger bietet, weshalb die letzten Euro-Reserven für Konsumgüter benutzt werden. Manche sehen Dinge wie Fahrzeuge und Privatimmobilien als Investition an, doch solange diese nur Kosten verursachen und kein Geld hereinbringen ist das wie in meinem Artikel auf Hartgeld.com beschrieben nicht der Fall.
Wie es auf dem Finanzmarkt weitergeht, bleibt auf jeden Fall spannend. Sollte der lang erwartete Börsencrash stattfinden, der nur durch Unmengen an nahezu kostenlosen Krediten hinausgezögert wurde, bieten sich für den aufmerksamen Investor auf jeden Fall wieder neue Schnäppchen. Inwiefern so ein Börsencrash die Edelmetallaktien betreffen wird, ist abzuwarten. Es könnte wie in vergangenen Krisen durchaus wieder eine Entkoppelung der Goldbranchen stattfinden.